Betreff
Linienänderung und Taktverdichtung der Buslinie 839
Vorlage
DezIII/0221/2025
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Mobilität empfiehlt dem Rat der Stadt Meerbusch folgendes zu beschließen

  1. den neuen Linienweg der Buslinie 839 dauerhaft beizubehalten und die Haltestellen in den nächsten Jahren barrierefrei auszubauen.
  2. die geplante Taktverdichtung aufgrund der dauerhaft niedrigen Auslastung zunächst nicht umzusetzen.
  3. Die benötigten Mittel (siehe finanzielle Auswirkungen) im Rahmen der Haushaltsberatungen 2026 entsprechend bereitzustellen.


Sachverhalt:

Mit Beschluss vom 26.01.2023 hat der Ausschuss für Mobilität die Änderung der Linienführung der Buslinie 839 über die Gonellastraße in Lank in Auftrag gegeben. Eine mögliche Taktverdichtung auf der Linie sollte nach Einführung der Linienwegänderung erneut politisch diskutiert werden.

Die Umsetzung erfolgte durch die Rheinbahn zum Fahrplanwechsel im Juni 2024. Nach einem Jahr Laufzeit wurde der neue Fahrweg nun durch Verwaltung und Rheinbahn evaluiert.

Bezüglich der Befahrbarkeit liegen keine Berichte des Fahrpersonals über Herausforderungen und Probleme vor, die Strecke wird durch die Busse problemlos befahren. Auch Beschwerden von Fahrgästen, Gewerbetreibenden und Anwohnenden sind nicht bekannt.

Bei den Fahrgastzahlen konnte eine stark positive Entwicklung festgestellt werden. So haben sich die Fahrgastzahlen auf niedrigem Niveau fast verdoppelt:

Vor Umsetzung der Linienwegänderung im Juni 2024 wurden auf den unter Regie der Rheinbahn durchgeführten Fahrten (ca. die Hälfte bis zwei Drittel der Fahrten) im Bereich der Linienwegänderung in Lank 25 Einsteigende und 33 Aussteigende Fahrgäste pro Tag gezählt.

Nach Umsetzung der Linienwegänderung im September 2024 wurden 50 Einsteigende und 52 Aussteigende Fahrgäste pro Tag im Bereich des neuen Linienwegs gezählt. Die Zahlen sind insgesamt stabil, im Dezember 2024 wurden 43 Einsteigende und 48 Aussteigende Fahrgäste pro Tag gezählt.

Bezüglich einer Betrachtung der einzelnen Haltestellen zeigen sich vor allem die Haltestellen „Lank, Kirche“ und „Hauptstraße“ als Fahrgastwachstumsträger, wohingegen die Haltestellen „Lank, Krankenhaus“ und „Claudiusstraße“ eher gering genutzt werden. Über die neu bediente Haltestelle „Hauptstraße“ ist eine bessere Verknüpfung mit den Buslinien 830, 831 und 832 erreicht worden. Insgesamt entwickeln sich die Zahlen auf einem niedrigen Niveau, jedoch ist die Linie 839 insgesamt schwach ausgelastet. Durch die neue Linienführung über die Gonellastraße konnte die Attraktivität der Linie 839 allerdings deutlich gesteigert werden, sodass von Seiten der Rheinbahn AG die Empfehlung ausgesprochen wird, den neuen Linienweg dauerhaft beizubehalten. Die Verwaltung schließt sich dieser Empfehlung an. Dementsprechend sollten die 6 neuen Haltestellen in den nächsten Jahren barrierefrei ausgebaut werden.

Aufgrund der dauerhaft niedrigen Auslastung der Buslinie und den stetig steigenden Preisen für die ÖPNV-Umlage schlägt die Verwaltung vor, zunächst auf eine Taktverdichtung zu verzichten. Eine erneute Diskussion des Themas könnte bei einer Umsetzung der Stufe 2 des K-Bahn Gutachtens erfolgen, um eine bessere Busanbindung als Zubringer zur K-Bahn zu gewährleisten.


Finanzielle Auswirkung:

Durch die Ausführung des vorgeschlagenen Beschlusses entstehen folgende Auswirkungen auf den Haushalt:

Für die Herstellung der endgültigen Haltestellen (barrierefreier Ausbau) sind im Haushalt 2026 ff. bei Produkt 120.547.010 – ÖPNV bei der investiven Maßnahme 7.12001021 – 78530000 Sonstige Baumaßnahmen insgesamt Mittel in Höhe von 240.000,- € investiv bereitzustellen. Ebenfalls sind ab dem Haushalt 2027 Fördermittel i.H.v. 216.000,- € (90 %) durch den VRR einzuplanen.

Daneben sind bei dem Produkt 120.547.010 – ÖPNV Sachkonto 52410000 Unterh.u.Bewirt.d. Grundst.u.baul.Anlagen im Haushalt 2026 konsumtive Aufwendungen von 50.000,- € für den Rückbau von zwei Haltestellen bereitzustellen.


Alternativen:

Nr. 1) Der Ausschuss für Mobilität beschließt wegen der genannten konsumtiven und investiven Kosten die Vertragung in die Haushaltsberatungen für das Haushaltsjahr 2026.

Nr. 2) Der Ausschuss für Mobilität empfiehlt die Linienänderung und Taktverdichtung der Buslinie 839 nicht.