Informationen über den Stadtjugendring

Betreff
Informationen über den Stadtjugendring
Vorlage
FB2/0410/2020
Art
Informationsvorlage

Im Stadtjugendring Meerbusch haben sich die im Stadtgebiet tätige Jugendgruppen,-vereine oder –verbände zur freiwilligen Zusammenarbeit zusammengeschlossen, um gemeinsame Interessen zu fördern und dem Wohle der Jugend zu dienen. Diese Grundsätze der Zusammenarbeit wurden 2013 in einer Satzung festgeschrieben. Dabei ist der Stadtjugendring Meerbusch jedoch kein eingetragener Verein und verfügt über keine Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe.

 

Die Treffen des Stadtjugendringes erfolgen in der Regel 4 x pro Jahr. Seit 2016 haben 18 Sitzungen mit insgesamt 153 Teilnehmern (ohne städt. Vertreter) stattgefunden. Die Sitzungen sind nicht öffentlich, der Stadtjugendring lädt aber Vertreter anderer Institutionen zu seinen Sitzungen ein. Immer wieder wurden in den letzten Jahren z.B. Schülervertreter*innen der weiterführenden Schulen eingeladen. Leider gibt es wenig bis gar keine Resonanz auf diese Einladungen, unabhängig über welchen Weg sie erfolgen. Sowohl persönliche Ansprache als auch schriftliche oder mail-Einladungen führten bisher nicht zum gewünschten Erfolg.

 

In der jetzigen Ratsperiode sind Vertreter*innen der folgenden Einrichtungen / Verbände regelmäßig Teilnehmer der Sitzungen:

 

·         „Oase“ Jugendzentrum der kath. Kirchengemeinde St. Mauritius & Heilig Geist

·         „Katakombe“ Jugendzentrum der Ev. Kirchengemeinde Osterath

·         „Karibu“ Mobile Kinder- und Jugendarbeit Trägerwerk f. kirchl. Jugendarbeit Krefeld  e.V.

·         Arche Noah Meerbusch e.V.

·         Förderkreis Lanker Pfadfinder

·         Jugendfeuerwehr Meerbusch

·         „Junges Netz“ der kath. Kirchengemeinde St. Mauritius & Heilig Geist

·         Kinder- und Jugendarbeit Nierst (seit 2018)

·         Schützenjugend Osterath (unregelmäßig)

·         (JuCa Jugendcafé des Trägers OBV bis zu seiner Auflösung 03/2019)

 

beratend nehmen an den Sitzungen teil:

·         Querkopf-Akademie

·         Abenteuerspielplatz Stadt Meerbusch

·         Mobiler Jugendsozialarbeiter der Stadt Meerbusch

·         Stadtjugendpflegerin

 

Thematisch befasst sich der Stadtjugendring mit allen jugendrelevanten Themen in Meerbusch. In allen Zusammenkünften geht es um die Abstimmung von Terminen, damit Kinder und Jugendliche an möglichst vielen Angeboten teilnehmen können. Als Trend zeichnet sich seit 2018 eine stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen ab.

 

Die Weiterentwicklung der Jugendarbeit ist immer wieder Thema der Sitzungen. Auch über die Regelungen des Kinder- und Jugendförderplanes der Stadt Meerbusch sowie die anstehende Neuauflage wird in den Sitzungen regelmäßig beraten.

 

Als Ergebnis dieser Beratungen stellte der Stadtjugendring Meerbusch folgende Anträge an die Verwaltung / den Jugendhilfeausschuss:

 

2018: Antrag auf Änderung der Förderstruktur für „Schulungen“ – Bitte um Herausnahme der Förderhöchstgrenze und dafür eine 75 % Förderung (50% für Schulungen beim Spitzenverband). Dem Antrag wurde in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 22.11.2018 für Förderungen von Schulungen ab 2019 entsprochen.

 

2019: Antrag auf Erhöhung des Zuschusses für Außerschulische Jugendbildung von 6,50 € pro Tag / Teilnehmer auf 9,00 €. Dem Antrag wurde in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 27.11.2019 mit Wirkung ab 2020 entsprochen.

 

 

Die Stadtjugendring-Mitgliedsorganisationen haben an den Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Salafismus des Jugendamtes am 24.10.2016, 10.11.2016 und 23.01.2017 aktiv teilgenommen.

 

2017 beteiligten sich alle Jugendeinrichtungen und Jugendverbände an der „U18-Wahl“ zur Bundestagswahl. Die Vorbereitung und die Durchführung der Wahl in allen weiterführenden Schulen und Jugendzentren, wurde von den Jugendeinrichtungen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt geleistet.

 

Im Jahr 2018 beschäftigte sich der Stadtjugendring intensiv mit der neuen Datenschutzgrundverordnung und den z.T. erheblichen Auswirkungen für die Jugendarbeit.

 

An weiteren Aktionen haben von 2016 bis 2020 stattgefunden:

·         Politische Bildungsfahrt nach Prag 2016

·         Theaterstück „Leben und Lieben im Dritten Reich“ 2016

·         Gedenkstättenfahrt / Bildungsfahrt Berlin 2017

·         Fahrt zum Garten der Religionen Köln 2017

·         Flüchtlingsprojekt „Glasvögel“ 2017

·         Erste Hilfe-Schulung 2018

·         Gedenkstättenfahrt / Bildungsfahrt Rom 2018

·         Film „Schindlers Liste“ 2019

·         Belehrung durch das Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz 2019

 

Der Stadtjugendring erhält für seine Aktivitäten eine städtische Förderung von jährlich 1.700 €.

Im Jahr 2019 hat der Stadtjugendring den Großteil der städt. Förderung (1.616,50 €) zurückerstattet, da die geplante Bildungsfahrt nach Krakau mangels ausreichender Anmeldezahlen abgesagt werden musste und auch ansonsten keine größeren Ausgaben getätigt wurden.

 

Soweit Maßnahmen oder Angebote seitens des Stadtjugendrings initiiert werden, für welche es Zuschüsse aus dem Kinder-Und Jugendförderplan der Stadt geben könnte, werden diese Angebote dann tatsächlich über einen Träger abgewickelt, der Antragsberechtigt im Sinne der Förderrichtlinie ist.

 

Hinweise auf Fördermöglichkeiten aus Bundes- oder Landesprogrammen erhalten alle Mitgliedsorganisationen regelmäßig über den Jugendamts-Verteiler, ebenso werden alle Coronainformationen stets zeitnah weitergeleitet.

 

 

Ausblick:

Der Stadtjugendring befindet sich zurzeit in einer Umbruchphase. Langjährige haupt- wie ehrenamtliche Jugendleiter nehmen nach und nach ihren Abschied. Dies führt nicht nur zu einer personellen, sondern auch zu einer inhaltlichen Neuausrichtung. Auch vor diesem Hintergrund wird die bisherige „Satzung“ zurzeit überdacht. In der letzten Sitzung (18.06.2020) wurde z.B. der Vorschlag eingebracht, keine(n) neue(n) Vorsitzende/en zu wählen, sondern ein Vorstands-Team zu etablieren und so die anfallenden Aufgaben (Teilnahme am Jugendhilfeausschuss, Kassenführung, Einladung zu den Sitzungen etc.) auf mehrere Schultern zu verteilen. Insbesondere für die rein ehrenamtlich geführten Jugendverbände wäre dies eine Möglichkeit, sich mit vertretbarem Zeitkontingent an der Vorstandsarbeit des Stadtjugendringes zu beteiligen.

Darüber soll in der kommenden Stadtjugendring-Sitzung im August 2020 weiter beraten und abgestimmt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Vertretung

 

gez.

 

Frank Maatz

Erster Beigeordneter