Bericht der Wirtschaftsförderung

Betreff
Bericht der Wirtschaftsförderung
Vorlage
BM/0388/2020
Art
Informationsvorlage

Corona-Pandemie

 

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden strengen Einschränkungen haben auch die Meerbuscher Wirtschaft hart getroffen. Neben dem Einzelhandel, dem Gastgewerbe und der Tourismusbranche, die sehr stark betroffen sind, haben auch weitere Meerbuscher Unternehmen die wirtschaftlichen Auswirkungen zu spüren bekommen.

 

Die Wirtschaftsförderung hat in den vergangenen Wochen durch persönliche Beratung, regelmäßige Newsletter sowie durch Bereitstellung von relevanten Informationen auf der städtischen Internetseite versucht, die seitens der Bundes- und Landesregierung NRW beschlossenen milliardenschwere Hilfspakete sowie steuerpolitische Maßnahmen zusammenzufassen und die Meerbuscher Unternehmen möglichst weitreichend zu informieren.

 

Arbeitsmarkt

 

Insgesamt waren in 2019 am Arbeitsort Meerbusch 14.145 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (davon 10.171 Vollzeitbeschäftigte und 3.974 Teilzeitbeschäftigte) tätig, so viele wie nie zuvor. 

Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2019 durchschnittlich bei niedrigen 4,4% (Vergleich: Rhein-Kreis Neuss 5,0 %) und somit 0,1% unter dem Vorjahreswert (4,5%). In Meerbusch waren in 2019 durchschnittlich 1.226 Menschen arbeitslos.

 

Infolge der Corona-Pandemie ist es zwangsläufig auch in Meerbusch zu einem Anstieg der Arbeitslosen ab April 2020 gekommen. Die Arbeitslosenquote lag im April 2020 bei 5,1 % (RKN: 5,7 %), im Mai 2020 bei 5,2 % (RKN: 6,0 %) und im Juni 2020 bei 5,3 % (RKN: 6,2 %).

 

Standortanfragen

 

Im Jahr 2019 wurden 110 Standortanfragen an die Wirtschaftsförderung herangetragen. Mangels städtischer Gewerbeflächen konnte das Gros nicht befriedigt werden. Die Wirtschaftsförderung versucht jedoch Bestandsimmobilien, die sich nicht im städtischen Eigentum befinden, an die anfragenden Unternehmen zu vermitteln.

 

Im Jahr 2020 wurden bisher 64 Standortanfragen an die Wirtschaftsförderung herangetragen.

 

Veräußerung von Gewerbeflächen / Neuansiedlungen von Unternehmen

 

Im Gewerbegebiet Bundenrott an der Berta-Benz-Straße wurde in 2019 ein Gewerbegrundstück mit einer Größe von ca. 5.000 m² an ein Meerbuscher Unternehmen aus dem Bereich Ingenieurdienstleistungen veräußert.

 

Nach Fertigstellung der Techparks Ost und West im Bundenrott konnten zudem mehrere Unternehmen angesiedelt werden, u.a. ein Premium-Fitness-Studio auf ca. 1.300 m² mit Wellness-Bereich und Angeboten im Bereich Physiotherapie und Osteopathie. Ein solches Angebot hat es in Meerbusch bisher nicht gegeben und stellt auch für die im Bundenrott angesiedelten Unternehmen einen großen Mehrwert in Bezug auf das Thema Mitarbeitergesundheit dar.

Die Wirtschaftsförderung konnte im Bundenrott insbesondere den Meerbuscher Unternehmen die Möglichkeit der Weiterentwicklung bieten, wodurch diese an den Standort Meerbusch gebunden werden konnten.

 

Im Gewerbebiet Mollsfeld wurde Ende 2019 ein Gewerbegrundstück mit einer Größe von ca. 8.000 m² an ein Meerbuscher Unternehmen aus der Pharmabranche veräußert. Hinsichtlich des letzten freien Grundstückes im Mollsfeld laufen bereits konkrete Gespräche mit einem Unternehmen, das sich gerne dort ansiedeln möchte.

 

Für das Gewerbegrundstück an der Ladestraße entlang der Bahntrasse konnte ein IT-Unternehmen aus Düsseldorf gewonnen werden. Hierdurch entstehen 100 neue Vollzeitarbeitsplätze, perspektivisch plant das Unternehmen bis zu 300 Mitarbeitern am Standort Meerbusch. Die Lage der Gewerbefläche mit direkter ÖPNV-Anbindung, der Nähe zu unmittelbar angrenzenden Versorgungseinrichtungen sowie der Möglichkeit des Wachstums am Standort waren die entscheidenden Kriterien für die Ansiedlungsentscheidung des Unternehmens.

 

Breitbandausbau

 

Breitbandinfrastrukturprojekt im Rhein-Kreis Neuss (Bundesförderprogramm)

 

Mit dem offiziellen Spatenstich im Mai 2019 wurde das Breitbandinfrastrukturprojekt zur Schließung von Versorgungslücken (sog. „weiße Flecken“) in den Gewerbegebieten, in Ortsrandlagen und in Siedlungsbereichen in den ländlichen Teilgebieten des Rhein-Kreis Neuss begonnen.

 

Mit Fördermitteln des Bundes (3,9 Mio. Euro) und des Landes (3,5 Mio. €) sowie einem kommunalen Eigenanteil (0,4 Mio. Euro) werden die Bereiche im Kreisgebiet ausgebaut und mit einem Glasfaseranschluss (FTTH) versehen, die bisher eine lediglich eine Datenrate von weniger als 30 Mbit/s aufweisen.

 

Auf Meerbuscher Stadtgebiet werden insgesamt 141 Standorte in Gewerbegebieten sowie in Wohn- und Mischgebieten mit FTTH-Anschlüssen ausgestattet. Darunter das Gewerbegebiet Mollsfeld mit den Straßenzügen Otto-Hahn-Straße, Lise-Meitner-Straße, Earl-Bakken-Platz, Krefelder Straße, das Gewerbegebiet an der Breite Straße sowie das Gewerbegebiet an der Fritz-Wendt-Straße.

Daneben werden auch die 17 Bildungseinrichtungen in Meerbusch mit FTTH-Anschlüssen versehen, dabei handelt es sich im Einzelnen um die 12 Schulen, 4 VHS-Gebäude (Hochstraße, Bürgerhaus Lank, Dr.-Franz-Schütz-Platz, Erwin-Heerich-Haus) sowie die städt. Musikschule.

 

Die Tiefbauarbeiten sind inzwischen abgeschlossen und eine Inbetriebnahme der FTTH-Anschlüsse ist spätestens Ende September 2020 vorgesehen.

 

 

 

Glasfaserausbau im Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße, Comeniusstraße, Nikolaus-Otto-Straße

 

Im Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße, Comeniusstraße, Nikolaus-Otto-Straße wurden in 2019 Glasfaseranschlüsse (FTTH-Anschlüsse) durch die Telekom verlegt.

 

Glasfaserausbau im Gewerbegebiet In der Loh, Robert-Bosch-Straße

 

Für das Gewerbegebiet In der Loh (In der Loh und Robert-Bosch-Straße) wurden in 2020 Glasfaseranschlüsse (FTTH-Anschlüsse) durch die Telekom verlegt.

 

 

 

gez.

 

Angelika Mielke-Westerlage

Bürgermeisterin