Betreff
Bericht über die Beratung der Vernetzungsstelle für Kita- und Schulverpflegung NRW an den weiterführenden Schulen in Meerbusch
Vorlage
FB3/0286/2018
Art
Informationsvorlage

Die Verwaltung wurde durch den Ausschuss Schule und Sport beauftragt, die Mittagsverpflegung in den Meerbuscher Schulen zu überprüfen. Im April 2018 fand ein erstes Informationstreffen mit der Vernetzungsstelle für Kita- und Schulverpflegung NRW statt. Teilgenommen haben Vertreter aus dem Fachbereich 3, die Vernetzungsstelle NRW wurde durch Frau Gembalies-Wrobel vertreten.

 

Aufgabe der Vernetzungsstelle ist die landesweite Beratung und Unterstützung der Kindertagesbe-treuung, der Schulen sowie der öffentlichen und freien Träger bei allen Fragen um die Verpflegungs-qualität und –organisation sowie Ernährungsbildung. Sie ist zentraler Ansprechpartner zu allen Fra-gen rund um die Kita- und Schulverpflegung in NRW (Träger ist die Verbraucherzentrale NRW, so dass die Vernetzungsstelle eine unabhängige und neutrale Institution darstellt).

 

Übergeordnetes Thema des Treffens war eine mögliche Umsetzung einer Überprüfung der Mittags-verpflegung in Meerbuscher Schulen. Zentrale Aussage der Vernetzungsstelle NRW im Hinblick auf eine Überprüfung war, dass eine mögliche Verbesserung der Schulverpflegung nur mit der Unterstützung der Schulleitung sinnvoll ist.

 

Eine erste Einschätzung über den aktuellen Stand der Mittagsverpflegung wurde durch einen Frage-bogen der Vernetzungsstelle NRW gewonnen. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW besuchte im Anschluss daran die vier weiterführenden Schulen, um sich vor Ort einen Eindruck der Mensen zu verschaffen und mögliche Verbesserungen vorschlagen zu können.

 

Mit Datum vom 05.12.2018 fand ein abschließendes Gespräch mit den Schulleitungen, der Vernetzungsstelle NRW und der Verwaltung statt. Frau Gembalies-Wrobel berichtete über einen sehr guten Austausch mit der jeweiligen Schulgemeinde und den Caterern. Grundsätzlich habe man bei den Besuchen gute Gegebenheiten vorgefunden, um den Schülern ein entsprechendes Angebot von ausgewogener Ernährung in einer angenehmen Atmosphäre anzubieten. Mögliche Ansatzpunkte für Verbesserungen stellt die Vernetzungsstelle in einer Mind-map dar, welche dieser Informationsvorlage beigefügt ist. Hier werden die notwendigen Handlungsfelder einer Mensa beschrieben. Die Schulleitungen bestätigen die zielführenden Gespräche und haben Empfehlungen bereits umgesetzt oder sie zum Thema in ihren regelmäßigen Gesprächen gemacht.

 

Die Mitarbeiterinnen der Vernetzungsstelle bescheinigten, dass an allen weiterführenden Schulen eine gesunde und ausgewogene Mittagsmahlzeit angeboten wird. Der vor allem festgestellte Hauptfaktor für einen reibungslosen Mensabetrieb ist die Kommunikation, die bestenfalls in einem Mensaausschuss vorgenommen wird. Ein solcher Mensaausschuss existiert nunmehr in allen weiterführenden Schulen.

 

Weiterhin soll in Zusammenarbeit mit der Schulverwaltung die Aufenthaltsqualität in den Mensen optimiert werden. Möglich wäre eine räumliche Umstrukturierung oder auch Erweiterung der Möblierung.

 

Ebenfalls sollen die Außenbereiche in den Schulen so gestaltet werden, dass sie vermehrt durch die Schüler genutzt werden können. Hierzu wird die Verwaltung entsprechende Vorschläge erarbeiten und für die Haushaltsberatung 2020 ff gegebenenfalls Mittel beantragen.

 

Die vier weiterführenden Schulen sprachen sich einheitlich gegen ein bargeldloses Bezahlsystem aus. Grundsätzlich gibt es keinerlei Probleme mit den derzeitigen Systemen. Durch die Einführung eines elektronischen Systems wird von den Schulen keine Verbesserung erwartet.

 

Im Rahmen einer Anfrage wurde in der Drucksache FB3/0221/2018 die Einführung eines bargeldlosen Bezahlsystems an den weiterführenden Schulen vorgestellt und diskutiert. Die Vernetzungsstelle NRW steht grundsätzlich positiv solchen Systemen gegenüber, betont jedoch, dass sie nicht gegen den Willen der Schulgemeinschaft installiert werden sollten.

 

Für den Bereich der Grundschulen wird es mit dem OBV Meerbusch e.V. als Träger der Betreuungsmaßnahmen ein Gespräch kurz vor dem Ausschusstermin geben. Über das Ergebnis wird die Verwaltung in der Sitzung berichten.

 

In Vertretung

 

gez.

 

Frank Maatz

Erster Beigeordneter