Frau Pottbäcker teilt einleitend mit, dass die beiden Anlagen zu TOP 2 auf Veranlassung des VRRs aus dem Bürgerinformationssystem entfernt werden mussten und bittet um Entschuldigung.

Des Weiteren erläutert sie, dass ihr in der Informationsvorlage zur Kostenentwicklung ein Fehler unterlaufen sei. 3,60 Euro sei der Vollkostenpreis der Buslinie X49 ohne Abzug von Förderungen und Zuschüssen und somit nicht der zu zahlende Anteil der Stadt Meerbusch. Dieser beliefe sich nach den bisherigen Abschlägen auf ca. 2,80 Euro pro gefahrenen Kilometer. Eine geprüfte Endabrechnung und somit ein endgültiger Preis pro gefahrenem Buskilometer liege derzeit noch nicht vor.

Frau Lorbeer von der Kreisverkehrsgesellschaft Neuss mbH stellt sich vor. Sie betreue die Aufgabenträgerschaft beim Rhein-Kreis-Neuss in der Abteilung Kreisentwicklung. Zudem ist Herr Perschke vom Busverkehr Rheinland, als Vertreter des Linienbetreibers, anwesend. Frau Lorbeer führt aus, dass für das zweite Halbjahr 2023 Zahlen für eine erste prüffähige Abrechnung vorliegen (die Linie fahre erst seit Anfang Juni 2023). Die Abrechnung liege zwar vor, sei aber noch nicht durchgeprüft.

Zuständig für die Buslinie X49 seien der Rhein-Kreis-Neuss als Aufgabenträger für die Stadt Meerbusch und die Verkehrsgesellschaft Kreis Viersen GmbH. Da die Linie größtenteils auf dem Gebiet des Kreises Viersen fahre, ist dessen Kreisverkehrsgesellschaft federführend für die Prüfung der Abrechnung zuständig. Die Verkehrsgesellschaft Kreis Viersen werde anschließend mit dem Rhein-Kreis-Neuss die anteiligen Linienkilometer auf dem Meerbuscher Stadtgebiet abrechnen.

Ratsherr Quaß bittet um zeitnahe Prüfung.

Herr Perschke erklärt, dass der VRR die sieben besten X-Buslinien eingeführt habe. Darunter auch den X49, der als Angebotsorientierung eingeführt worden sei. Die vorher in Meerbusch fahrenden Buslinien O71 und SB82 waren bedarfsorientierte Linien. Es brauche Zeit, bis die Nachfrage entstehe, daher sei beschlossen worden, die Linie für 5 Jahre zu testen und sie nach 3 Jahren zu evaluieren. Seit 2017 gäbe es durch den VRR keine neue Verkehrszählung mehr. Man habe sich bundesweit geeinigt 2026 eine neue Zählung durchzuführen.

Ratsherr Quaß fragt nach, ob die Verkehrszählung für die Endabrechnung benötigt werde.

Frau Lorbeer führt aus, dass man für die Kalkulation Kosten und Erlöse berücksichtigen müsse. Es gäbe den Vollkostenpreis von 3,60 Euro für 2023. Einnahmen und Erlöse würden gegengerechnet werden, plus die 0,50 Euro Förderung pro Mehrkilometer durch den VRR. Man habe zum einen die Fahrgeldeinnahmen, zum anderen Fördermittel für Investitionen für Busse aus § 11 Absatz 2 ÖPNVG NRW-Gesetz, Schwerbehindertengelder und verschiedene Ausgleichsleistungen wie z. B. für den Ausbildungsverkehr. Diese Erlöskomponenten seien erst zu einem geringeren Teil für das Jahr 2023 beschieden.

Herr Perschke ergänzt, dass die Fahrgastzahlen als Anlage 2 zu TOP 2 vorliegen, allerdings nur für das Jahr 2024. Es gäbe ein laufendes Zählsystem seit dem Zeitpunkt als die neuen, weißen Busse eingeführt worden seien. Die Fahrgastzahlen aus dem ersten halben Jahr lägen nicht vor.

Frau Lorbeer ergänzt, dass der X49 für das Jahr 2024 insgesamt 47362 Fahrgäste aufweise. Die anderen eingeführten X-Buslinien hätten nur die Hälfte an Fahrgästen.

Auf die Frage von Ratsfrau Niegeloh, welche Werbemaßnahmen von den Verkehrsbetrieben durchgeführt worden seien, um die Fahrgastzahlen zu erhöhen, antwortet Frau Lorbeer, dass der VRR Werbung geschaltet habe. Sie werde die Anregung an den VRR weitergeben.

Sachkundiger Bürger Behlen fragt nach, ob es die Möglichkeit einer Vorrangschaltung für Busse gäbe.

Herr Perschke antwortet, dass deren Technik Ampeln beeinflussen könne, sofern der Baulastträger diesem zustimme. Im Großteil seien dieses allerdings nicht Gemeindestraßen, sondern Landesstraßen und somit wäre Straßen.NRW zuständig.

Sachkundiger Bürger Geppert fragt nach dem Unterschied der verschiedenen Bezeichnungen für Schnellbuslinien.

Herr Perschke antwortet, dass die Bezeichnungen SB, Metro und X ein VRR-Merkmal seien. X-Bus sei der qualitativ hochwertige Schnellbus. Der Metro-Bus sei ein städtischer Bus, X- und SB-Busse überregionale Schnellbusse.

Ratsvorsitzender Dr. Nieberding bedankt sich bei den beiden Gästen und erwähnt, dass er diese gerne nochmal zur Evaluation einladen möchte.

Herr Perschke teilt mit, dass die endgültige Evaluation vermutlich Ende des Jahres 2026 oder Anfang des Jahres 2027 vorliegen werde.