TOP Ö 1: Einwohnerfragestunde

 

 


Es melden sich zwei Einwohnerinnen aus Meerbusch-Büderich (Anm. des Schriftführers: Namen und Anschriften sind der Verwaltung bekannt) mit unterschiedlichen Fragestellungen.

 

1.    Die überwiegende Zahl von Schulen in Meerbusch ist in sehr schlechtem baulichen Zustand. Wie ist der Plan der Stadt die dringend nötigen Sanierungen weiter voranzutreiben?

 

Der Erste Beigeordnete Maatz antwortet und verwehrt sich dagegen, den baulichen Zustand der Gebäude als schlecht zu bezeichnen. Natürlich seien die Schulgebäude aufgrund ihres Alters intensiver zu erhalten, jedoch sei die Substanz gut.

 

Die Stadt erstelle jährlich eine sich ständig aktualisierende Maßnahmenplanung für Schulsanierungen für die nächsten Folgejahre, wobei 4 Jahre immer konkret zu planen seien. Diese Maßnahmenliste befindet sich im Haushaltsplan der Stadt Meerbusch, der Haushaltsplan ist online auf www.meerbusch.de einsehbar. Im Haushaltsplan 2020 sei diese Maßnahmenliste auf den Seiten 173-185 aufgeführt.

 

2.    In Bezug auf die St.-Mauritius-Schule hieß es in der Vergangenheit, dass diese im Anschluss nach der Renovierung des Rathauses in Angriff genommen werden sollte. Das Rathaus ist nun fertig. Wie ist hier der Stand der Dinge?

 

Für die Mauritius-Schule wurden seitens der Verwaltung mehrere Umbau- und Sanierungspläne erstellt. Durch das Bevölkerungswachstum im Ortsteil Büderich solle nun entschieden werden, ob auf dem Areal Böhler eine weitere neue Schule entsteht. Hiervon hänge dann der Umfang des Ausbaus und die damit natürlich auch einhergehenden Sanierungen der beiden Schulen am Dr. Franz-Schütz-Platz ab.

 

3.    Im letzten Sommer war der Abgabetermin für die jeweiligen Medienkonzepte der Schulen, ohne dass den Schulleitern mit an die Hand gegeben wurde, auf welcher Basis sie das beurteilen sollten, sprich in welchen Rahmen sich eine eventuelle Grundausstattung bewegen würde. Um ein tragfähiges Konzept erstellen zu können, muss man aber solche Rahmenbedingungen kennen. Woran lag es, dass hier dieser Ablauf so vorgegeben wurde und dadurch die Qualität der Konzepte gar nicht gewährleistet sein konnte?

 

Alle Schulen waren seitens des Landes NRW nach einem Runderlass vom Schulministerium verpflichtet, bis zum Schuljahr 2019/2020 ein Medienkonzept zu entwickeln. In diesem Konzept sollten die Schulen darstellen, wie sie die einzelnen Kompetenzstufen des Medienkompetenzrahmens des Landes NRW zu erfüllen gedenken. Das Ziel war vorgegeben, allein der Weg könne von Schule zu Schule unterschiedlich sein. Aufgrund dieses Medienkonzeptes solle der Schulträger dann für eine entsprechende Sachausstattung sorgen. Für die Erstellung eines solchen Konzeptes bietet die Medienberatung NRW diverse Hilfestellung an, es gebe zahlreiche Publikationen, Schulungsangebote usw. Weiterhin habe es hierzu auch diverse Besprechungen mit Schulleitungen, den IT Koordinatoren der Schule und Vertretern des Schulträgers gegeben.

 

 

4.    Bis vor den Sommerferien hatten die Schulleiter nicht einheitlich die technisch mögliche und für ihre Arbeit nötige entsprechende technische Ausstattung, um im sicheren Netz mit Schulamt und Lehrern untereinander zu kommunizieren. Dies würde einfach nur einem normalen Standard in der Praxis entsprechen und ihre Arbeit effizienter machen und dadurch den Standard an den Schulen weiter verbessern. Ist dieser Zustand inzwischen behoben worden?

 

Alle Schulleiter*innen, Konrektoren und Sekretärinnen haben in ihrem Büro jeweils einen eigenen Rechner, der sich im Verwaltungsnetz der Stadt Meerbusch befindet. Jede Schulleitung wird quasi als "Mitarbeiter" der Stadt Meerbusch geführt und habe somit eine persönliche Mailadresse und selbstverständlich auch einen Internetzugang. Das Verwaltungsnetz der Stadt Meerbusch könne durchaus als sicher eingestuft werden. Für die digitale Kommunikation haben die Grundschulen und die Realschule Osterath Logineo beantragt, welches bis Ende September 2020 eingerichtet sein wird.

 

 

Die zweite Einwohnerin stellt Fragen zur Digitalisierung.

 

  1. Wurden die angekündigten iPads bereits bestellt?
  2. Gibt es einen Zeitplan?
  3. Wer kümmert sich um den technischen Support und eventuelle Beschädigungen?

 

Erster Beigeordneter Maatz erläutert, dass die Fragen im Tagesordnungspunkt 2 beantwortet werden. Vorab sei gesagt, dass 4.000 mobile Endgeräte sich in einer Ausschreibung durch das Rechenzentrum befinden und je nach Marktlage bis Ende des Jahres ausgeliefert werden sollen. Das Rechenzentrum sei auch zuständig für den begleitenden Support. In Ausleihverträgen mit den Erziehungsberechtigten werden Dinge wie Beschädigungen, Verlust etc. geklärt werden.